Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Emsland
Ordeniederung 1
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49705 Meppen

Telefon:
(0 59 31) 44 - 0

EntsorgungsanlagenBiomassevergärungsanlagen

Unsere Biomassevergärungsanlagen



Biomasse sinnvoll nutzen !
Grünabfälle aus Gärten und Abfälle aus der Biotonne sind reich an Energie. Sie zu nutzen ist aufgrund immer knapper werdender Energieressourcen wichtiger denn je. Und wenn - wie im konkreten Fall - die Energie aus bereits vorhandener Biomasse gewonnen werden kann, ist der ökologische und ökonomische Nutzen besonders hoch.
In unseren den Biomassevergärungsanlagen an den Deponiestandorten Dörpen und Lingen-Venneberg wird ein biologischer Prozess aus der Natur kopiert. Der Biomüll wird in so genannten Fermentern unter Sauerstoffabschluss eingeschlossen und von Mikroorganismen zersetzt. Es bildet sich Methangas, das aufgefangen und über eine Gaspipeline in ein Blockheizkraftwerk eingespeist wird.
Die in den Fermentern zurückbleibenden Gärreste werden anschließend einem Rotteprozess zugeführt. Hierbei entsteht ein hochwertiger Qualitätskompost.


Unser Tipp:
Den aus Ihrem Biomüll hergestellten Kompost können Sie als Humus- und Düngerlieferanten in Ihrem Hausgarten einsetzen - das ist dann echte Kreislaufwirtschaft!


Wie funktionieren die Biomassevergärungsanlagen im Emsland?
Lupe
Foto: Abfallwirtschaftsbetrieb
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Foto: Waste Treatment Technologies
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Foto: Abfallwirtschaftsbetrieb
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Foto: Waste Treatment Technologies

  • Unsere Biomassevergärungsanlagen arbeiten nach dem Prinzip der Trockenfermentation im Batch-Verfahren (diskontinuierlich). Die Trockenfermentation ist eine sehr robuste Technik, da sie nur aus wenigen beweglichen Bauteilen besteht.
  • Direkt an die Vergärung angeschlossen ist ein Kompostierungsbereich, so dass die Biomasse nach der Fermentation auch noch stofflich verwertet werden kann (Kaskadennutzung).
  • Die Biomasse (Substrat) wird vom Anliefer- und Aufbereitungsbereich (Logistikhalle) per Radlader in gasdichte Tunnel (Fermenter) aus Stahlbeton gebracht, mit Prozesswasser (Perkolat) besprüht und dort über eine Zeit von ca. 21 Tagen quasi "trocken" entgast.
  • Das Gas wird über einen Gassammelbehälter (Gasspeicher) einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zugeführt und dort in elektrische Energie umgewandelt. Als "Abfallprodukt" entsteht hierbei Wärme, die ebenfalls genutzt werden kann.
  • Anschließend wird die vergorene Biomasse (Gärrest) per Radlader mit Strukturmaterial (zerkleinerten Strauchschnitt) vermischt und in belüftete Tunnel (Konditionierungsboxen) gebracht. Dort verbleibt das Material ca.10 Tage. Nach der hier erfolgten Hygienisierung wird der Frischkompost im Nachrottebereich zu Mieten aufgesetzt.
  • Die Kompostmieten werden mit Hilfe eines Mietenumsetzgerätes durchmischt und belüftet.
  • Nach fünf bis sechs Wochen wird der Kompost abgesiebt und in das Kompostlager gebracht.
    Der erzeugte Kompost unterliegt der Kontrolle der Bundesgütegemeinschaft Kompost und wird regelmäßig von einem unabhängigen und anerkannten Labor untersucht.


Sie möchten den erzeugten Kompost einsetzen und damit den Wertstoffkreislauf schließen?
Kompost ist ein hervorragendes Bodenverbesserungsmittel. Er gleicht den Humushaushalt aus, intensiviert die Bodenaktivität, speichert Wasser, sorgt für eine gute Durchlüftung des Bodens und erleichtert die Bearbeitung durch seine krümelige Struktur.
Aufgrund seines Nährstoffgehaltes darf er aber für Einsaaten und Neuanpflanzungen nur mit Boden vermischt verwendet werden. In vorhandenen Anpflanzungen kann Kompost oberflächlich ausgebracht oder leicht eingeharkt werden. Wegen seiner Kalkwirkung ist er nicht für Moorbeetpflanzen wie Rhododendron und Erika geeignet.
Den emsländischen Qualitätskompost erhalten Sie bei den Verkaufstellen des Abfallwirtschaftsbetriebes Landkreis Emsland.

Sie möchten mehr wissen?

Dann wenden Sie sich bitte unter der Rufnummer 05931/44-300 an unser Kundencenter.


Weiter bieten wir zu diesem Themenkomplex an:
  • Führungen für Gruppen bis zu 20 Personen auf den Biomassevergärungsanlagen in Dörpen und Lingen-Venneberg.
  • Wir unterstützt Schülerinnen und Schüler z.B. bei Referaten durch wertvolle Informationen zum Thema Biomasseverwertung.
  • Wir begleiten Studentinnen und Studenten bei Projekt- und/oder Bachelorarbeiten.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte per e-Mail an die Leiterin des Sachgebietes Biomasse Frau Gabriela Gniechwitz. Bitte vergessen Sie dabei nicht Ihre eigenen Kontaktdaten.
 
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